Die Praxis der Akupunktur entstand vor 5.000 Jahren in China. Heute ist es weltweit weit verbreitet und eine der wichtigsten Säulen der chinesischen Medizin. Die Erforschung der Wirksamkeit der Akupunktur hat besondere Herausforderungen. Dazu gehören die Vielfalt der Ansätze, die Praxis der Individualisierung der Behandlung für jeden Patienten, die unterschiedlichen Qualifikationsniveaus der Praktiker und die Schwierigkeit, die Auswirkungen der Akupunktur vom Placebo-Effekt zu trennen (dh die Art und Weise, wie Überzeugungen und ihre Erwartungen ihre Wahrnehmung beeinflussen von Symptomen). Obwohl Akupunktur häufig zur Behandlung von Unfruchtbarkeit eingesetzt wird, sind weitere Studien erforderlich, um den potenziellen Nutzen zu ermitteln.

In einer in der Fachzeitschrift Fertility & Sterility veröffentlichten Studie bewerteten die Forscher Daten zu den Ergebnissen mehrerer gut durchdachter klinischer Studien zum Einfluss der Akupunktur auf den Erfolg der IVF bei teilnehmenden Frauen. In den 24 zur Aufnahme identifizierten Studien wurden verschiedene Formen der Akupunktur (manuell, elektrisch und Laser) verwendet. Schwangerschafts- und Lebendgeburtenraten wurden als Hauptergebnismaße verwendet.

Die Forscher fanden heraus, dass die Schwangerschaftsrate für die Akupunkturgruppen im Vergleich zu den Kontrollgruppen signifikant höher war, wenn die Daten aus allen Studien zusammengefasst wurden. Die Autoren stellten fest, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bei den Lebendgeburtenraten gab. Bei der Bewertung des Kontrollgruppentyps waren die Unterschiede zwischen den Gruppen deutlicher. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, bevor endgültige Schlussfolgerungen gezogen werden können.

 

Andere Behandlungen, die auf ihren potenziellen Nutzen bei Fruchtbarkeitsbehandlungen untersucht wurden, umfassen Hypnose und Psychotherapie. Basierend auf vorläufigen Erkenntnissen könnte Hypnose den Embryotransferzyklus bei IVF verbessern. Es sind jedoch zusätzliche Studien erforderlich, bevor eine endgültige Schlussfolgerung gezogen werden kann. Gruppen-, Einzel- oder Paarpsychotherapie kann Depressionen und Angstzustände im Zusammenhang mit Unfruchtbarkeit reduzieren. Psychotherapie kann jedoch die Fertilitätsraten nicht verbessern. In diesem Bereich sind mehr und bessere Designstudien erforderlich.

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